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30 Jahre Schachfreund Stöckerberg 1928 Es ist durchaus nichts ungewöhnliches, dass ein Schachverein sein dreißigjähriges Bestehen feiern kann. Wenn aber im gleichen Jahre der Verein durch seine beispielhaften Erfolge die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, dann ist es verständlich, dass das dreißigjährige Bestehen einmal über den üblichen Rahmen hinaus festlich begangen wird. Die Schachfreunde Stöckerberg 1928, die seit ihrem Bestehen immer im Stöckerberger Bezirk ihre Heimat hatten, verdanken ihre Verbundenheit mit der Bevölkerung ,,vom Berg" einem alten bewahrten Mitgliederstamm. So sind heute noch die Gründer Ernst Rosengarten, Emil Morsblech, Karl Birkendahl, Erich Mertens, Fritz Schütz, Fritz Krahforst, Alfred Zulauf mehr oder weniger organisatorisch tätig im Verein. Dazu gesellten sich im Laufe der Jahre weitere interessierte Schachfreunde, die ebenfalls heute zum Stamm gezahlt werden dürfen. Mit diesem Fundament durfte der Verein früher oder später einmal auch auf spielerische Erfolge hoffen. Es hat sich immer erwiesen, daß Schachvereine, die neben der Pflege des Schachspiels auch die Geselligkeit zu Worte kommen lassen, spielerisch wie auch kameradschaftlich weiterkommen. Die Schachfreunde Stöckerberg 1928 dürfen dies in erhöhtem Maße für sich in Anspruch nehmen Hat es der Verein, der sich 1932 dem Rheinisch-Westfälischen Schachverband anschloss, schon immer als eine Selbstverständlichkeit betrachtet, bei Abschnitten seines Bestehens an die Öffentlichkeit zu treten, so soll dies anlässlich des dreißigjährigen Bestehens nicht anders sein, zumal – wie schon erwähnt - der Verein durch seine Erfolge besonderen Anlass hat. Die erste Mannschaft des Vereins konnte in diesem Jahre ungeschlagen die Meisterschaft der ersten Bezirksklasse erringen und damit den Titel Bezirks-Mannschaftsmeister 1958, der mit dem Aufstieg in die Verbandsklasse des Niederrheinischen Schachverbandes verbunden ist, erkämpfen. Man kann eigentlich von einer Duplizität der Ereignisse sprechen. Denn als die Stöckerberger ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen feierten, wurde die erste Mannschaft ungeschlagen Meister der zweiten Bezirksklasse. Also fünf volle Jahre dauerte der Weg bis in die Verbandsklasse, den die Mannschaft in der Besetzung Engels, Gallert, Dracke, Rode, Birkenbeul, Rosengarten, Krapp, Dickmann zurücklegte. Nicht weniger stolz kann der Verein auf den Gruppensieg der zweiten Mannschaft sein. Diese Mannschaft wurde ohne Verlustpunkt Sieger in der A.-Klasse, Gruppe Solingen/Qberberg und steigt damit in die zweite Bezirksklasse auf. Bungartz, SchOtz, Zulauf, K. Birkendahl, Roth, Kron, Strerath, Patt, W. Birkendahl spielten in dieser Mannschaft. Die erstmals aufgestellte dritte Mannschaft spielte in der gleichen Gruppe und konnte einen beachtenswerten vierten Platz in der Tabelle erkampfen, der für den guten Geist der fast nur aus Nachwuchs -spielern bestehenden Mannschaft spricht. Krupp, Ubber, Fritz, Wipprecht, Jänsch, Kemper, Krahforst, Blaudeck, Engels jun., Mödel, Krawcik erfüllten die Erwartungen, die in sie gesetzt worden waren, voll und ganz. Die Stadtmeisterschaft 1958 war ebenfalls ein großer Erfolg für die Schachfreunde Stöckerberg. Im Meisterturnier wurde Günter Gallert Sieger und damit Stadtmeister 1958. Damit kam die Stadt - meisterschaft erstmals nach Stöckerberg. Auch die anderen Teilnehmer konnten sich hervorragend placieren. Rudi Dracke wurde Dritter und Helmut Rode Fünfter. Im Hauptturnier endete Richard Engels punktegleich mit Neuhaus (Katternberg) auf dem ersten und zweiten Platz, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Meisterklasse war. In diesem Zusammenhang soll nicht vergessen werden, daß der Verein schon seit 20 Jahren in der Gaststädtte Manfred Dick spielt und sich auch weiterhin hier wohlfühlt. Zum Abschluss soll noch erwähnt werden, daß der Verein seit Jahren mit allen Nachbarvereinen in bestem Einvernehmen steht. Seit 1956 hegen die Stöckerberger freundschaftliche Beziehungen mit der Schachabteilung der BSG ,,Lokomotive" Aschersleben. Diese Begegnungen trugen dazu bei, dass dieses geknüpfte Freundschaftsband weiter gefestigt wurde. Nicht zu vergessen die immer freundschaftlichen Kämpfe mit den Schachfreunden Tönisheide, wo nach dem Kampf die Gemütlichkeit stark zu Wort kam. Die Schachfreunde Stöckerberg, die heute 40 Mitglieder zählen, werden auch weiterhin bestrebt sein, Schachinteressenten neben den Grundzügen auch in den Feinheiten des königlichen Spiels zu unterweisen. Neuverfassung: Dirk Düxmann
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